Manchmal braucht man keine Route planen. Manchmal kommt die Route zu einem.

Anfang des Jahres haben wir zum ersten Mal als RuhrCollective zu einem gemeinsamen Photowalk eingeladen – und gleich mit einem besonderen Highlight: dem Geisterzug durch Köln-Nippes. Kein gemütlicher Stadtspaziergang, sondern ein atmosphärisches, lautstarkes, farbenprächtiges Spektakel. Und wir mittendrin, Kameras im Anschlag.

Zwischen 15 und 20 Fotograf:innen haben sich um 19 Uhr in Nippes zusammengefunden – und sich dann schnell im Strom verloren. Jeder auf der Jagd nach dem eigenen Moment. Gruselige Kostüme, schräge Verkleidungen, Lichtinstallationen direkt am und um den Körper, laute Musik, und zwischendrin Transparente gegen steigende Mietpreise. Köln halt. Aber Köln auf 180.

Das Finale unter der Brücke am Bahnhof Köln-Nippes war nochmal eine eigene Welt: Trommeln, Schreien, Dröhnen. Die Wände und Stahlträger haben quasi mitgezittert. Gänsehaut garantiert – und das lag nicht an den Kostümen.

Gegen 21:30 Uhr war der Abend offiziell vorbei. Was bleibt? Jede Menge Street Portraits, ein paar wirklich weird Momente (ihr wisst welche), strahlende Augen – und Objektive, die genauso geleuchtet haben.

Ein riesiges Dankeschön an alle, die dabei waren und ihre Fotos mit uns geteilt haben. Die besten Bilder des Abends findet ihr in der Galerie weiter unten.

Und wer noch mehr sehen möchte, schaut gerne bei den Accounts der Teilnehmenden vorbei:

@sowalimal · @fiosfotos · @betonwie.se · @frischauge · @claninchen · @ralfdeisinger · @klausmachtbilder_de · @streetjaf

Wir sehen uns nächstes Jahr wieder, Nippes. Versprochen.

– Das RuhrCollective


Eine Antwort zu „Geisterzug, Gänsehaut und gute Bilder – Unser Photowalk durch Köln-Nippes“

  1. Avatar von wayne_1313 Fotografie Marc Wayne Schechtel

    Vielen Dank für diesen stimmungsvollen Bericht zum Geisterzug! Die Energie und die düstere, farbenprächtige Atmosphäre in Köln-Nippes hast du mit deinen Beschreibungen und der Auswahl der Bilder wirklich greifbar gemacht. Ich finde es klasse, dass du mit dem RuhrCollective solche Events nutzt, um die Community zusammenzubringen und so unterschiedliche Perspektiven auf dieses Spektakel einzufangen. Mein Tipp für dich: Um die Dynamik der Trommler unter der Brücke beim nächsten Mal noch stärker zu betonen, könntest du mit etwas längeren Verschlusszeiten experimentieren, um die Bewegung der Schlegel als bewusste Unschärfe darzustellen, während die Gesichter durch den Einsatz eines Blitzes auf den zweiten Verschlussvorhang scharf bleiben.

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